Bemerkenswert

AIDA oder Wie, schon wieder vorbei?

So eine Kreuzfahrt hält auch nicht mehr, was sie verspricht. Vor der Reise kamen mir 10 Tage und Nächte auf See wie eine richtig lange Reise vor. Kaum waren wir uterwegs, verging die Zeit so im Fluge, dass ich jetzt schon wieder zurück bin und mich Frage, wo die Zeit geblieben ist.

Wettermäßig hatten wir richtig Glück. Unseren Start in Hamburg hatte ich Euch ja schon gezeigt und der Regentag in Bergen ist zum Glück auch der Einzige Regentag geblieben.

Der Tag im Geirangerfjord war ein Traum. Nur zur Info: in Geiranger gibt es nur zwei Taxis, eins davon haben wir sogar mehrfach am Anleger gesehen.

Andalsnes und Molde mussten sich leider einen Tag teilen. In Andalsnes gibt es die einzige Zugkapelle. Von Molde aus hätte ich allerdings auch tage- oder wochenlang wandern können. Die Stadt ist umgeben von 222 Gipfeln, auf einigen liegt auch im Sommer noch Schnee. Hier ein paar Eindrücke:

Trondheim: für Norwegen ganz schön städtisch.

Bei der Rückkehr in die Kabine gibt es neue Bewohner, Bulli der Frosch freut sich immer über neue Kabinenkameraden.

Alesund. Um 8.00 sollten wir angelegt haben, der Blick aus dem Fenster um 8.30 zeigte allerdings immer noch ziemlich viel Wasser zwischen uns und dem Land. Dann die Durchsage: aufgrund von zu starkem Wind kann nicht angelegt werden. Wir verlassen den Sund wieder und fahren direkt weiter in den Eidfjord.  Wir besuchen den Wasserfall und machen eine schöne „Spazierrunde“ zum See. So große Fische habe ich noch nie springen sehen. Fürs Foto natürlich immer zu schnell.

Kurz vor der Rückreise fahren wir nach Stavanger und teilen uns den Stadthafen mit einem weiteren Kreuzfahrtschiff.

Zurück in der Kabine erwartet uns Hugo, der dicke Deckenhund. Marcelo vom Housekeeping hat uns viel Freude bereitet auf der Reise. Vielen Dank.

Was für ein Glück: am vorletzten Abend gewinne ich in  Alex-Prime-Time einen Sushiworkshop. Das wollte ich schon immer mal lernen. Freue mich schon drauf, das erlernte in Hamburg umzusetzten.

Offiziersshaken, die Bilder sagen alles: Sechs Cocktails zum Preis von fünf, viel Spass, Lachen und etwas Regen zum Schluss.

Ihr kennt mich ja, ich liebe Essen, deshalb noch ein paar Bilder vom Abschlussbuffett unserer Reise:

Fazit: Die Kreuzfahrt war prima, Wiederholung geplant. Wenn das Schiff bei Windstärke 9-10 so richtig schaukelt, schlafe ich richtig gut. Davor fehlt mir das richtige Schiffsfeeling bzw. der Motor ist zu laut.

Norwegen muss von mir noch intensiver bereist werden. Vielleicht nächstes Jahr, drei Wochen mit dem Bulli? Könnte ich mir gut vorstellen. Hat jemand Lust mitzukommen? evtl. mit einer Trekkingwoche zwischendrin?

Gesamtfazit: ich habe doch ganz schön viel erlebt in den 10 Tagen, einen schönen Urlaub mit meiner Mutter verlebt und viele neue Anregungen mitgenommen.

Endlich auf See

Hallo ihr Lieben, am 1.September bin ich in See gestochen. Am 3. konnten wir Bergen im Regen ansehen. Viel beeindruckender war aber der heutige Tag in Geiranger. Da das Bordnetz mit 5 EUR pro Minute mein Budget sprengt, nutze ich heute das freie Netz der Touristinfo.

Hier ein paar Bilder, Text folgt wenn ich wieder Tasten habe.

Bergen in the rain 😓

Im Geirangerfjord🙂

Der Wasserfall war beeindruckend, leider kann ich den Lärm nicht hochladen.

Endlich auf See – mehr Meer musste her.

Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel heißt es. Den Anfang gemacht haben Petra, Antje und ich auf der (hoffentlich nicht letzten) Kajakfahrt auf der Alster dieses Jahr. Da ich noch nie auf der Binnenalster war, haben wir uns bei Gegenwind ordentlich etwas vorgenommen.  Aber schön, in der Abendsonne auf der Binnenalster zu pausieren.

Damit wir auch zu unserem Training kommen, hat der Wind entsprechend zur Rückfahrt gedreht – Pustekuchen, von wegen, zurück können wir uns ja fast treiben lassen. Nach knapp zwei Stunde erreichen wir trotzdem den Isekai und erfreuen uns an Oliven, Kaminwurzen und Getränk.Was für ein herrlicher Abend in Hamburg. Aber als „Meer“ reicht die Alster nicht aus.

Ab 1. September soll dann noch etwas mehr Wasser unter dem Kiel sein. Ich fahre mit meiner Mutter und zwei Freunden auf der AIDA in Norwegens Fjorde. Mangels Netz werden die Beiträge aus Norwegen wohl etwas auf sich warten lassen. Dafür steht mittlerweile der neue Plan für die Zeit nach Norwegen.

Da ich vom Autofahren vor vier Wochen erstmal genug hatte, musste etwas neues her. Jetzt werde ich Ende September nach Waldbröl ins buddistische Kloster fahren und an einem Wanderretreat teilnehmen d.h. jeden Tag 15 km mit einem niederländischen Mönch wandern, umrahmt vom Achtsamkeitsprogramm. Anschließend folgt eine Woche Yogaausbildung mit den Schwerpunkten Stimme und Gesang bei ayurvedischer Kost. Ich in gespannt.

In den zwei Wochen danach zuhause werde ich meine Pilatesausbildung abschließen, anschließend fliege ich zu Annette nach Genf.

Und dann geht es hoch hinaus: Frank-Olaf und ich fliegen nach Nepal um die Annapurna zu umrunden. Der ursprünglich geplante Start des Sabbaticals wird jetzt das Jahr beschließen. Ich freue mich total darauf und versuche, alle Trainingsmöglichkeiten mitzunehmen.

Hamburg weiß-bunt

Hamburg besticht diesen Sommer nicht gerade durch sommerliches Wetter. Umso größer die Herausforderung, trotzdem seine schönen Seiten zu finden.

Ein Ansatz hierzu ergab sich am 18.8., durch Zufall entdeckte ich bei Facebook, dass am 20. August das „Weiße Dinner“ in Eimsbüttel und/oder Ottensen stattfindet. Hierzu treffen sich wildfremde Menschen zur festen Zeit am angegebenen Ort. Alle sind weiß gekleidet, bringen Tische, Stühle, weiße Tischdecken, Essen und vieles mehr mit.

Gesehen, telefoniert und schon war auch ich zum weißen Dinner verabredet. Jenny und ich haben uns für Ottensen entschieden, um gleichzeitig auch den Elbblick genießen zu können. Neben uns ein Junggesellinnen Abschied mit Live-Sänger – was will man mehr.

Selbst die AIDA schaut vorbei und alle Passagiere winken. Wir winken mit weißen Servietten zurück🙂 und genießen einen  wunderbaren Sonnenuntergang bis die Kerzen abgebrannt sind.

Ein Tag später das bunte Programm: ich muss doch mal nach meiner Lieblingsfeige im alten botanischen Garten sehen. Leider sind die schönen Fruchtansätze an der Feige sind verschwunden, obwohl sie noch lange nicht reif waren. Schade.

Auf dem Weg – hin und her- lassen sich alle Farben einfangen. In den acht Wochen, die ich nicht hier war hat sich das Bild vollständig gewandelt.

Die Wettervorhersage verspricht für nächste Woche mehr Sonne. Ich drücke uns allen die Daumen für ein paar schöne Sommertage bevor der September kommt.

Aus den Dolomiten nach Hamburg? Wieso?

Nur noch zwei Tage, dann fahren wir zurück nach Hamburg. Ich muss gestehen, ich mag auch nicht mehr Autofahren und freue mich sehr, dass ich mir die Fahrt teilen kann. Aber davor sind noch zwei große Touren gesetzt:

Die erste führt vom Berggasthaus Pederü zum Limojoch:

IMG_20160806_114310

Die Tour beginnt gleich neben der Hütte mit einem steilen Aufstieg. Vor uns geht ein Trupp italienischer Pfadfinder mit vollem Gepäck. Schon nach kurzer Zeit sitzen alle an der Seite und wir überholen.

Der Aufstieg ist echt Arbeit, aber auf der Hütte werden wir mit einem „Mountain Pale Ale“ belohnt. Echt lecker, da klappt die weitere Tour wie geschmiert. Die Kühe machen Gelassenheit vor. Abends noch ein schöner Sonnenuntergang….

Die zweite Tour ist nur die kleine Runde zur Seekofelhütte, vorbei an der Senneshütte und dem Fossessee. (ca. 1000Hm und 20km), damit ich einen Muskelkater mit nach Hamburg nehmen kann. Gut, dass wir nicht die Große genommen haben.

IMG_20160806_163702

Unterwegs ist ordentlich Edelweiß zu finden. Zeitweise muss man aufpassen, die zarten Pflanzen nicht platt zu treten (wie einige der Vorwanderer).

Der Abstieg ohne Weg über ein Trümmerfeld ist abenteuerlich, Antje auf dem Foto aber deutlich zu erkennen, oder? 🙂 , und unten am See erwarten uns Enten- und Eselsfamilien. Heute scheint Tag der Fauna zu sein, zusätzlich treffen wir noch Schafe und Ziegen en Mass. Eigentlich sind es dort oben nur 15 Grad, aber beim Laufen wird einem warm genug für T-Shirt oder Top. Sowie man sitzt, gilt es, sich schnell wieder einzupacken, da es auch ordentlich weht. Die Trekkingstöcke haben sich heute bewährt und mit jedem Tag hier oben wächst die Zuversicht, auch die Runde im Himalaya zu schaffen.

Abends auf der Hütte werden mir sogar glutenfreie Nudeln mit Wildragout gekocht, was will man mehr (außer länger hier oben bleiben?).

Am Montag Aufbruch in Richtung Norden. Um entspannter zu fahren haben wir einen privaten Zwischenstopp in Bayern eingeplant.

Hier lerne ich die Boxerhündin Fany kennen, sehe mehr Schwäne als Hamburg zu bieten hat und die ersten Tollkirschen meines Lebens. Noch nie gesehen, aber sofort die richtige Assoziation gehabt.

Dienstags geht es weiter nach Hamburg, dass uns mit Kälte, Nässe und früher Dunkelheit empfängt. Als Wilkommensgeschenk kriege ich ein Päkchen Erkältungsviren und darf mich die nächsten Tage daran erfreuen. Wenn ich auf die letzten Wochen zurückblicke, will ich zurück in die Berge oder ans Mittelmeer.

Dabei wollte ich doch nur ein paar schöne Sommertage zuhause verbringen. In Hamburg sollte man nicht an Sommer glauben, aber wie ihr wisst: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Nächste Woche vielleicht?

1000 m höher ist es schöner.

Am 1. August ist es soweit. Antje ist in Italien angekommen und wir brechen auf in höhere Regionen.

Wir fahren als erstes zur Auronzo Hütte. Wenn schon in den Dolomiten möchte ich auf jeden Fall auch die Drei Zinnen sehen. Abends auf der Hütte ist es beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit sich die Berge zuziehen oder wieder sichtbar werden.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf zu den drei Zinnen. Während es abends noch schön leer war, kommen laufend neue Autos und Menschen die sich der Karawane anschließen. Antje und ich finden trotzdem einen schönen Weg etwas abseits der „Massen“ und umrunden großzügig. Über den Ausblick urteilt selbst.

Am nächsten Tag besteigen wir den Monte Piano und steigern somit mein Trainingspensum von 350 auf 920 Höhenmeter. Im ersten Weltkrieg haen sich die  Italiener und Österreicher zwischen Monte Piano und Monte Piana einen monatelangen Stellungskrieg geliefert, von dem der Berg gezeichnet ist. Er dient gleichzeitig als Freiluftmuseum.

Die Tour war ganz schön lang und wir haben noch keinen Schlafplatz. Auf dem Weg ins nächste Tal finden wir „zufällig“ auf dem Passo Falzarego das Refugio Col Gallina.

IMG_20160803_202930

Hier werden wir mit einem vorzüglichem Drei-Gänge-Menü belohnt und verbringen die Nacht in herrlichen Betten unter warmen Federdecken. Welch ein Luxus.

Aufgrund der Wetterlage ändern wir unsere Pläne und schließen eine Tour gleich dort oben an. Rund um den Setsas (siehe Bild, Tour 33). Zu Beginn gibt es Kulturedelweiß an der Bergstation, später auch in freier Wildbahn. Weil wir schon dabei sind, besteigen wir „versehentlich“ auch noch den Gipfel und dürfen neben tollem Ausblick noch ein paar Kilometer mehr in den Beinen genießen.

Tags drauf schüttet es den ganzen Tag. Wir fahren weiter ins Berggasthaus Pederü, wo ich einen Ruhetag genieße während Antje dem Regen trotzt. Dann aber kommen wie versprochen noch zwei schöne Tage für lange Touren – Bericht folgt.

 

Berge wohin man schaut

Abends genieße ich im Jugendzentrum noch ein farbenfrohes Abenmenü (siehe Bild) dann versuche ich ziemlich erfolglos zu schlafen. Die Hitze geht nicht raus, da der Wohnmobilstellplatz gleichzeitig der große Parkplatz im Zentrum ist, kann ich auch keine Tür über nacht auf lassen. Neben mir versuchen zwei junge Männer im Mini erfolglos zu schlafen. Mitten in der Nacht geben sie auf.

Nach dieser einen Nacht in Arco verlasse ich die ganzen schönen Kletterfelsen ungenutzt. Das Navi zeigt Nordost an, zuerst entlang der Sarca. Ich nähere mich der letzten Etappe dieser Bustour. Die Dolomiten.

Über die Pro-Mobil-App habe ich einen Stellplatz gefunden, der sich intessant anhört. Angegliedert an die Sportalm im Ahrntal darf man auf einer Wiese mit dem Wohnmobil stehen. Stellplätze in den Dolomiten sind rar und die Bewertungen gut. Auch auf dieser Strecke krieche ich mit 50 km/h voran, allerdings rechnet auch das Navi mit keinem schnelleren Durchschnitt. In den engen Kurven muss man ganz schön aufpassen, dass einem nicht alles durchs Auto fliegt.

Das Ahrntal liegt gleich neben Österreich und dem Zillertal. Der Stellplatz gefällt mir gut, viel Platz und so ruhig in der Nacht.

Wie ihr seht gibt es hier auch sehr nahrhaftes Essen. Sogar Pancetta. Werde bestimmt etwas mit nach Hause nehmen. Am Freitag ist „Speckprobe“und „Dorffescht“.

Am Dienstag gibt es die erste Eingehtour entlang der Sonnenwege. Alle 200 Höhenmeter finden sich tolle Jausenstationen. Ich teste das Abenteuergetränk: Ziegen-Holunder-Milch. Wird den Tag viel geordert und ist außerordentlich lecker.

Der Muskelkater am nächsten Tag fällt doch geringer aus als erwartet. Trotzdem wird die Bergtour kürzer. Vielleicht liegt das auch an den schwarzen Wolken, die zwischen den Gipfeln hervorquellen? Nachmittags dann Gewitter und Regen, später aber wieder trocken.

Leider sieht das am nächsten Tag anders aus, das Gewitter fängt früher an, dafür schütet es bis in die Nacht. Ich muss gestehen, das ist ein Tag, an dem ich mir etwas mehr als die 4,5 Quadratmeter Wohnfläche wünsche, die ich zur Verfügung habe. Glücksfrosch Rolf ist schon aufs Hochbett umgestiegen. Vom Lesesessel (umgedrehter Beifahrersitz – auch schon ein echter Luxus) brauche ich nur aufstehen, 180 Grad Drehung ohne Umsetzen der Füße und schon sitze ich auf dem Bett.

Die nächste Tour auf der Nordseite fiel deutlich dunkelgrüner aus und endete plötzlich im Nichts:

Aber das Wetter soll ab Freitag wieder besser werden, da hoffe ich mal auf weitere schöne Touren im Sonnenschein.

 

 

 

Italienisch ist viel schwerer,

das heißt allerdings nicht, dass es mir hier nicht ausgesprochen gut gefällt. Nach meiner ersten Nacht auf einem als Farm verkleideten Wohnmobilstellplatz, mache ich einen Ausflug immer die Küstenstrasse entlang.

Hierbei entdecke ich Cervo, einen wundervollen kleinen Ort, der sich wie eine Festung den Berg hinauf zieht, aus ganz schmalen Gassen besteht und mit viel Kunsthandwerk bestückt ist. Der Latte Macciato mit Blick aufs Mittelmeer ist im Schatten bei kühlem Windhauch ein Genuß. Die daruf folgenden Steigungen der Küstenstraße zwar weniger, aber ich trainiere ja für Nepal.

Am nächsten Tag geht es in die andere Richtung, Imperia. An einer wg. Steinschlag gesperrten Strasse gibt es endlich mal Strand ohne Sonnenschirme und Liegen. Ansonsten ist der Strand fest in der Hand der Hotels und Restaurants. Da sag noch mal jemand etwas gegen Strandmuscheln.

Das Fahrrad stand so in der Fussgängerzone. Nach einem schönen Sonnenuntergang werde ich vom Regen geweckt, der mich daran erinnert dass es Zeit ist weiterzuziehen. Von nun an bewege ich mich gen Norden. 

Die erste Nacht verbringe ich auf einem Weingut. Da das Auto den ganzen Tag in der Sonne stand und kein Lufthauch geht kriege ich die Hitze nicht aus dem Auto und schmelze fast statt zu schlafen. Autofahren ist ganz schön teuer hier. Mal abgesehen vom Sprit der auch schon 20% teurer ist, kosten die knapp 300km Autobahn auch gleich 28 €. Nimmt man die anderen Strassen kann man froh sein in einer Stunde 50 km zu schaffen. Warum verrät das Navi:

Gegen diese Bergstrassen sind U-Turns in Hamburg weit und bequem. Die Roller fahren eh jenseits jeglicher Regeln. Fast wie in Vietnam.

Am nächsten Tag erreiche ich mit Arco vertraute Gefilde und treffe auch gleich Jochen. Trotzdem werde ich in die Dolomiten weiterreisen. Wandern ist alleine deutlich einfacher als klettern. Und ich kann noch etwas trainieren bevor Antje kommt. Wir werden aber etwas kleiner packen.

Hab ich Euch schon gesagt, das ich Euch, meine Freunde und mein Zuhause vermisse?
 

Atlantik ade, scheiden tut weh

Nach einer Woche in St. Girons wurde es Zeit weiterzureisen. Aber noch ein paar Worte zu meiner Surfwoche. In der letzten Woche habe ich zwei Ausflüge mitgemacht:

Dienstag San Sebastian, das uns gleich mit Regen empfing. Surfer gehören ins Strassenbild der City. Dafür fiel der Sonnenuntergang umso wilder aus.

Am 14.Juli konnte ich mir das Feuerwerk zum Nationalfeiertag in Biarritz ansehen. Wir hatten Glück und alles blieb ruhig. Der ganze Strand war schwarz vor Menschen. Vom Attentat in Nizza habe ich erst am nächsten morgen durch den Anruf meiner Freundin erfahren. Wie furchtbar.

Freitag schnell noch Waschtag, auch der Fahrradträger wird mit behängt.

wp-image-707013094jpg.jpeg

Samstag bin ich in den Süden aufgebrochen, nach Narbonne. Nach den Atlantikwellen fand ich das Mittelmeer nur langweilig, d.h. am nächsten Tag gings gleich weiter in die Camarque.

Das ist eine beeindruckende Landschaft. Ich übernachte beim Stierzüchter zwischen Stier- und Pferdeweiden.

Leider liegt die Camarque am nächsten Tag im Nebel (s.o.), so dass ich weitere Bilder schuldig bleibe. Dafür fahre ich in die Provence weiter und habe jetzt endlos viele Lavendelbilder und den Geruch in der Nase.

IMG_20160718_184107.jpg

Von da aus fahre ich in die „Provence-Alpes“, mein Nachtquartier sieht aus wie ein brach liegender Acker. Dafür kann ich grillen. Mein Ausblick zum Frühstück am nächsten morgen unterwegs ist dafür umso besser. Einfach am Strassenrand anhalten, Kaffee kochen und genießen🙂.

Ich bin fast schon an der Verdon-Schlucht und mache am nächsten Tag einen Ausflug. All die schönen Felsen und dann nicht klettern können, das ist hart. Aber wenigstens ist mir ein Ausflug im Faltkajak vergönnt. Allerdings ist es voller als auf der Alster am Wochenende.

So langsam wird es Zeit, mal wieder Land und Sprache zu wechseln. Am 20.7. erreiche ich die italienische Grenze. Nach kurzen Fragen zum Camion (LKW) darf ich weiter fahren und suche mir mein erstes Farmquartier in Italien.

Ich lande in Diano Marina, gleich neben Imperia nur viel kleiner und damit überschaubarer. Ganz ungewohnt habe ich mal wieder fließend Wasser, Duschen und WC. Diesen Luxus bin ich gar nicht mehr gewöhnt und entscheide mich, hier noch zwei Nächte dran zu hängen um mal wieder etwas Rad zu fahren.

 

judithsmeer | 20. Juli 2016 um 23:23 | Kategorien: Allgemein | URL: http://wp.me/p7uauT-7u
Kommentieren    

Leben im Surferbus

12.07.

Ab sofort ist mein Bulli in den Kreis der Surferbusse aufgestiegen. Am Samstag bin ich in St. Girons Plage an der französischen Atlantikküste angekommen und wollte mich auf dem Campingplatz anmelden. Dabei habe ich von den hier ansässigen Surfcamps erfahren und mich kurz entschlossen angemeldet. Seit Sonntag habe ich jetzt jeden Tag Surfunterricht.

Das Surfen auf den Weißwasserwellen im Liegen ist noch ganz einfach und macht viel Spaß. Doch jetzt kommt der nächste Schritt: aufstehen. Hört sich ganz einfach an – im liegen die Hände neben den Brustkorb, sich hochstützen wie in die Cobra, das rechte Knie hoch und den linken Fuß zwischen die Hände schwingen. Das ganze auf einem wackeligen Brett, schon ist der Salzwasserbedarf für die nächsten Wochen geschluckt.

Gestern gab es zur Feier des Tages ein Dreigangmenü: Vorspeise: Kürbissuppe mit Creme Fraiche, Merguez und zwei landestypische Würstchen, zum Dessert Weinberpfirsiche und Käse. Als Aperitiv ein Bier zum Käse ein Bordeaux. Es ist Platz auf dem kleinsten Kocher.