Weiter geht’s: Westernreiten in der Rhön:

12.05.2016

Heute bin ich wieder in Hamburg angekommen nach ein paar weiteren herrlichen Tagen bei Angelika in der Rhön. Bei dem Wetter waren die Tage mit in der Sonne liegen, grillen, spazieren gehen und sogar einer gemeinsamen Reitstunde wie im Flug vorüber. Schade, aber zuhause ist es gerade auch ganz schön.

Auch der Jüngste der Familie macht seine ersten Reiterfahrungen.

3.5.2016 Ein Tag auf der Stockborn-Ranch

Der Tag startet mit herrlichem Sonnenschein. Nach dem Frühstück, um 9.30 treffen wir uns und gehen in den Stall. Da die Pferde schon verteilt sind, geht alles viel schneller: wir holen die Pferde von der Weide, putzen sie, satteln und reiten los. Sari läuft mit seinen neuen Hufeisen gleich ganz anders voran.

Ein herrlicher vierstündiger Ritt durch die Rhöner Landschaft. Ich fahre zwar seit zwanzig Jahren in die Rhön, aber trotzdem ist entdecke ich ganz neue Seiten. Zwischendrin machen wir eine Rast mit Ausblick. Natürlich teilen die Reiter ihre Äpfel mit „Ihrem“ Pferd. Nach dem Reiten werden zuerst die Pferde versorgt. Es gibt für jeden einen Futtertrog, den alle Reiter ihren Pferden zur gleichen Zeit geben. Dann wird abgesattelt, geputzt und die Pferde werden auf die Weide entlassen. Eine tolle Art Reiterferien zu verbringen.

Während die anderen Reiter sich in der Sonne oder im Schatten ausruhen, dusche ich und bereite mich auf meine Schicht im Service vor. Der Wechsel von der Mitreiterin zur Servicekraft fällt mir leicht. Abends bin ich rechtschaffen müde und falle in den Schlaf.

29.4.2016

Am Samstag geht es endlich weiter in den Süden. Mein Ziel ist diesmal die thüringische Rhön. Dort werde ich einen zweiten „workaway“ Versuch starten, d.h. diesmal arbeiten im Service gegen Kost, Logis und Westernreiten. Drückt mir die Daumen, dass alles klappt.

Der „Dicke“ grüne, steht jedenfalls fertig beladen vor der Tür, die Beifahrer sind auch alle schon grün geworden.

Am 30.4. bin ich abends in Bernshausen angekommen, ca. 12 km unter Bad Salzungen, ein Ort mit 120 Einwohnern. Hier finden sich die Stockborn-Ranch (http://www.stockborn-ranch.de), das Landhotel zur Grünen Kutte (www.gruene-kutte.de) und das Rhönfeeling Jugend-Freizeithotel (www.rhoen-feeling.de). In letzterem werde ich wohnen und im Service der „Grünen Kutte“ habe ich gestern meine ersten 6,5 Stunden seit fast 10 Jahren gekellnert. Da hab ich erstmal gemerkt, wie gut ich damals bei Mövenpick in Form war (oder wie anstrengend kellnern doch sein kann). Meine Schultern haben abends ganz schön geschmerzt, aber Spaß gemacht hat’s auch.

Vorher habe ich noch eine kleine Eingehrunde von 8 km gemacht, die mich ganz plötzlich auf den Jakobsweg geführt hat. Das ich da jetzt schon landen würde, hätte ich nicht gedacht, zumal es auch ganz unspanisch kalt – wenn auch sonnig – war.

Montag und Dienstag habe ich frei, da der eigentliche Ruhetag Himmelfahrt wäre und da wird jede Hand gebraucht. Am Montag hat das Abenteuer seinen Lauf genommen, der erste Ausritt seit 20 Jahren, gut, dass die alte Reithose noch passt. Wir sind ca. 2,5 Stunden im Schritt durch die Landschaft unterwegs gewesen und ich habe dabei erste Kontakte zum Westernreiten geknüpft. Hier hält sich der Muskelkater am nächsten Tag in Grenzen. Mein Pferd wird beschlagen und ich schone die Sitzknochen – ab morgen wünsche ich mir ein Lammfell auf meinem Sattel :-). Dazu gibt es noch eine kleine Wanderrunde, dann kommt allerdings Nieselregen dazu. Bin gespannt, wie ich mit den 5 Tagen kellnern zurecht kommen werde und wie schnell sich die Muskeln anpassen.

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4 Kommentare zu „Weiter geht’s: Westernreiten in der Rhön:

  1. Haben Frösche auch Zeit für Kundgebungen am ersten Mai? Der Dicke hat es sich wahrscheinlich erst mal gemütlich gemacht. Oder hast Du ihm etwa keinen Rotwein an die Füße gegossen? Und der kleine beschwert sich wohl eher abends, dass er nicht im Dirndl mitkommen darf. Für Dich wars in der Rhön der erste Tag der Arbeit, die bestimmt besser als in Finnland ist.

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    1. Hi Antje, oh je, das mit dem Rotwein hab ich vergessen. Dann werde ich gleich einfach den kleinen Grünen taufen.
      Mir tut grad jeder Muskel im Schultergürtel weh vom Kellnern, dafür haben meine Beine 8 km Einlaufrunde heute Vormittag und 6,5 Kellnerstunden klaglos überstanden.

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  2. Hi Judith, das ist ja wirklich das reinste Kontrastprogramm! Wie geht es denn jetzt weiter? Und Nepal ist fest geplant? Das wäre dann ja der krönende Abschluss deines Sabbaticals …

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